Smoothies im Winter

  • Wie bekommen wir im Winter trotz Wildkräutermangel kraftvolle Smoothies?


    Bin gerade dabei einen Vortrag zu diesem Thema vorzubereiten. Ihr habt da sicher auch Erfahrungen, sei es mit getrockneten Kräutern, winterharten Kräutern, Importware, kraftvolles grünes Gemüse wie Spinat und Grünkohl, Keimlingen.....

    Meine Topfavoriten im Winter sind einheimische Wildbeeren wie Sanddorn, Hagebutte, Aronia, Gojibeere..... teilweise frisch, getrocknet oder gefroren.

    Werde die nächsten Tage hierzu einige Videos (weniger als 10 Minuten) erstellen und auch hier verlinken.


    Mein erstes etwas längeres Video von 16 Minuten(noch nicht professionell) steht seit heute auf Youtube.


    Wintersmoothie mit Sanddorn


    So bekommst du im Winter die volle Power mit Vitaminen und Mineralien





  • Lieber Volker,

    Glückwunsch zu dem Video. Es gefällt mir gut.

    Schätze dich glücklich, dass es bei euch in der Natur so viele Wildfrüchte gibt. Sandkorn z.B. gibt es bei uns überhaupt nicht.

    Und auch unser Handel bietet an Grünem nur das Übliche an.

    Es gibt in unserer Gegend nur einen ganz kleinen Bio-Laden. Noch nicht mal in der Kreisstadt gibt es einen. Mangold oder ähnliches gibt es gar nicht. Von Vulkanspargel hab ich auch noch nie gehört.

    Wir trocknen uns im Sommer immer Brennesseln, die wir dann im Winter mit verwenden. Aber nur wenig, zu viel Getrocknetes im Smoothie schmeckt uns nicht. Als Grünes verwenden wir dann Spinat oder Feldsalat in Bio-Qualität.

    Außerdem ziehen wir im Winter Weizengras am Fensterbrett.

    Wir ziehen es vor, mehr in Richtung Mono zu mixen. Wir verwenden immmer nur eine Sorte Frucht, meist Apfel oder Birne ( ist einheimisch und schmeckt uns am besten) und eine Sorte Kraut. Aloe Vera benutzen wir sparsam, weil es uns sonst zu bitter schmeckt. Wir verwenden außerdem auch Wasser.

    Vor 4 Jahren haben wir noch viele Früchte beim Smoothie gebraucht, inzwischen verwenden wir nur 1 Frucht pro Mixerbecher. Mehr empfinden wir als zu süß.

    Wir gieren inzwischen nach Wildkräutern und freuen uns, dass es bald losgeht, dass wir wieder welche finden.

    Hier ist nämlich noch frostiger Winter mit Schnee.

    LG Karin

  • Liebe Karin,

    danke für deine Rückmeldung:)

    Meine getrockneten Kräuter mixe ich vorher immer zu Pulver, dann verteilt es sich im Smoothie besser. Auch vermische ich es häufig erst nach dem Mixen mit dem Smoothie, weil ich sonst ein zu dickflüssiges Smoothie bekomme.

    Das weiß ich sehr zu schätzen, dass wir hier im Karlsruher Raum an so vieles kommen. :thumbup:

    Und dass ich jetzt noch viele Wildkräuter ernten kann, wenn nicht gerade Frost ist. Deshalb zieht es mich ja nicht so in den Norden Deutschlands, obwohl es dort ja eigentlich Sanddorn in Hülle und Fülle geben müsste. In der DDR wurde ja Sanddorn intensiv angebaut.

    Die Fülle an Grüngemüse und mehrere Sorten Früchte habe ich zu Informationszwecken präsentiert. Auch versuche ich, über eine Geschmackskomposition diese Smoothies mit Wildfrüchten für den Normalköstler akzeptabler zu machen: Kombiniere ich Sanddorn mit etwas süßem wie Banane oder Dattel, bekommt es einen Geschmackskontrast, der in der Gourmetrohkost die Normalesser verführen kann.

    Mich reizt gerade das ständige Experiment. Im Alltag natürlich auch Monorohkost, wenn ich unterwegs bin oder keine Zeit habe, mir etwas zu komponieren.

    Ich hatte vor ca. 30 Jahren ja mal vor, mich als Vollwertkoch selbständig zu machen und kochte damals an Wochenenden für Gruppen von 10-20 Personen. Daraus wurde dann nichts, da der Verdienst in keinem Verhältnis zum Aufwand stand und ich als Lehrer wesentlich mehr für meine Familie verdienen konnte.

    LG Volker

  • Ihr lieben, danke für eure Rückmeldungen!

    Endlich beginne ich zu lernen, dass kritische Stimmen für die eigene Weiterentwicklung noch wichtiger sind als freundliche, die aus Wohlwollen ihre abweichende Meinung nicht äußern.

    Natürlich ist ein positiver Kommentar immer aufbauend und wird von mir als Anerkennung gerne angenommen für mein jahrzehntelanges Ringen darum, Wege zu finden, wie wir unsere zerstörerische Lebensweise neu und anders gestalten könnten.

    Theoretisch habe ich es schon lange aufgegeben, zu beanspruchen irgendwelche Wahrheiten gefunden zu haben. Im Konkreten spielt mein Ego, das natürlich auch immer nach Beachtung strebt, da nicht immer mit. Wenn die erste Empörung über eine Kritik sich gelegt hat, (Ego meldet sich erst einmal zu Wort) werden auch die Gedanken klarer!

    Und so werde ich mir Mühe geben, bei meinen nächsten Videos den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag zu beherzigen.


    Worüber es wohl in Rohkostkreisen die meiste Irritation gibt (zu viel Durcheinander) hängt sicher auch mit dem Adressaten und meinen Absichten zusammen:

    Adressaten sind in erster Linie Menschen, die mit Rohkost und Wildkräutern noch nichts/ kaum etwas zu tun hatten wie ich sie als Besucher meiner Vorträge in drei Wochen vermute.

    Das war ja auch das Konzept der Rohvolution: an Rohkost Interessierten zu zeigen, wie vielfältige und geschmacklich überzeugende Möglichkeiten die Rohkost zu bieten hat.

    Meine Absicht ist überhaupt nicht, mit irgendwelchen kräutererfahrenen langjährigen Rohköstlern in Konkurrenz zu treten. Die können es besser! Ich möchte Denkgewohnheiten, nicht Hinterfragtes, Denken im Rahmen dogmatischer Strukturen... (Manche Urköstler neigen dazu, die Lehren von Franz Konz zum Dogma zu erheben) in Frage stellen und zum eigenen kreativen Experimentieren anregen. (Da kommt halt der Exgrundschullehrer durch: Die Grundschüler dürfen noch selbständig experimentieren und tun das auch gerne---- wenn man sie lässt.)

    Mit Dogmatismus war ich weder in der Lage, Schüler zu begeistern, noch waren meine Kinder geneigt, mir auf diesem Weg der dogmatischen Rohkost zu folgen. Und so blieb ich über mehr als ein Jahrzehnt der einsame Rohköstler, der davon überzeugt war, die Wahrheit zu kennen. Und alle anderen waren dazu halt (noch) nicht in der Lage. Für mich hat solch eine Haltung schon etwas Größenwahnsinniges an sich.

  • Lieber Volker,

    ich bin auch der Experimentierer , und halte mich kaum an Rezepte. Sie sind nur Anregung.

    Mal sind es drei Zutaten und mal VIELE. Das Schüttprinzip war auch schon mein Ding als ich,

    vor RK noch nichts gewußt habe. Es gab immer Probleme wenn Jemand ein Rezept von mir wollte.

    Die dachten ,daß das mein Geheimnis sein soll.

    Mir ist wichtig ,daß ich das Prinzip verstehe!

    Solange ich damit Niemanden schade sollte es auch so sein. Das ist doch in der Natur auch so.

    Alles ist einmalig!!!

    Liebe Grüße

    IMO