Wildkräuter

  • Wie viele? welche? und mit welchem Aufwand? - nutzt ihr sie? Darüber habe ich ja eine Abstimmung laufen.


    Welche?: Könnt ihr z.B. in meinem You Tube Video sehen: Wildkräuter und Permakultur


    Wie viele?: Da orientiere ich mich seit 16 Jahren an der Aussage von Franz Konz, dass unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen zwischen 20 und 80% Grünanteil in ihrer Nahrung (Blätter und Kräuter) haben. Praktikablerweise strebte ich bisher nur die untere Grenze an: 20% Nur unter Verwendung von Brennesseln als Saft (und das im Smoothie, siehe mein Video über Brennesselsaft-Smoothies) konnte ich bisher an diese Prozentzahl kommen.<3 Plus Wildkräuter im Salat oder auch Mono, z.B. Löwenzahn schmeckt mir so gut, dass ich ihn gerne so esse. <3

    Wunderbar daran ist, dass ich beide Kräuter sehr gerne esse! (einige andere natürlich auch, aber das ist ein eigenes Thema)


    Zum Thema Zeitaufwand:

    Ich selbst habe mir praktischerweise, da meine Zeit immer noch so knapp ist, heute wieder eine große Kiste Brennesseln im Wald gesammelt. Meine Frau hat aus ihnen im Green Star Saft gemacht und so haben wir für die nächsten 2-3 Tage eine Grundversorgung an wildem Grün. Ich weiß, nicht optimal, aber ich möchte hier z.B. wissen, wer schafft das optimal und mit welchem Zeitaufwand.

    Zum Sammeln benötigte ich ca. 1 Stunde und daraus Saft zu machen (plus Reinigung des Green Stars) dauert je nach Qualität der Brennesseln zwischen 1 Stunde und 1 1/2 Stunden.

    Leider konnte ich die Bilder nicht hier hochladen, da die maximale Datengröße 1 MB ist. Das werden wir mit der Hilfe von Jens jedoch sicher demnächst hinbekommen.

  • Ich erfreue mich gerne am Löwenzahn.

    Lustig finde ich immer die Gesichter der Wanderer, wenn ich so demonstrativ in die gelbe Blume beisse und die ganze Pflanze aufesse.


    Jetzt in der kühlen Jahreszeit bevorzuge ich die Angebote an Grün, des Biohändlers meines Vertrauens. Oder was ich immer zum einspeicheln dabei habe sind die sieben Kräuter, Da ich im Drei - Schichtsystem arbeite habe ich einen anderen Tagesablauf und kann nicht immer sammeln gehen. Ausserdem brauche ich noch eine Weile Anleitung bei Brennesseln. Damit habe ich noch mein Problem. Die stacheln und lassen sich schlecht geniessbar machen. Aber öfter essen würde ich die schon gerne, wenn ich damit sicher werde.:)

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    Alles in allem vertilge ich zu meinen Kräutern, Obst und selbst gemachten Lieblingsspeisen eine für mich stimmige, schlecht schätzbare Portion Grün.

  • Lieber Volker,


    Du muss aber viele Kräuter, beim milden Wetter, in Deinem Paradiesgarten noch haben, oder? Bei mir ist alles noch da (ich habe erst diese Woche gechafft, mir Mädesüß und Frauenmantel vom Wald zu holen und im Garten zu pflanzen), auch die Bauer aufm Markt haben immer noch herrliche Tomaten!

    Als wir in Sept. in Speyer waren, hatte ich in Schwetzingen einen blühenden Holunderbusch entdeckt (wo wir geparkt hatten), damals hatte ich vergessen Dir das auch zu zeigen......

    Viele liebe Grüße,

    Mim

  • Liebe Mimi,

    wie freue ich mich, endlich wieder von dir zu hören!

    Das mit dem Holunderbusch ist ja seltsam: zu dieser Zeit dürfte er ja nicht mehr blühen. Aber ich ernte ja im Moment auch frühe Himbeeren!?!

    Ich freue mich, dass du dich offensichtlich in deiner neuen Heimat einlebst! Wenn ich meine für meine Ernährung wichtigen Pflanzen bei mir habe, trägt das sehr zu meinem Wohlbefinden bei. Falls ich kilometerweit gehen/fahren muss, um die von mir geliebten Wildkräuter/Wildfrüchte zu finden, schaffe ich das halt nicht immer. Zeitweise bin ich hin und zurück rund 40 km mit dem Fahrrad (Berg und Tal) gefahren, um Sanddornbeeren zu holen.

    Jetzt im Herbst gibt es natürlich noch viele Wildkräuter, allerdings sind die jungen Blätter, die ich so liebe, inzwischen schon ziemlich klein und werden im Winter immer kleiner. z.B. Löwenzahn ist ja den ganzen Winter über da und könnte geerntet werden, auch die Wurzeln. Ich schone ihn dann aber lieber, damit er im März so kräftig kommt wie auf dem Bild, das ich in Berlin von mir und meinem Löwenzahn auf dem Plakat hatte.

    Es gibt aber auch Wildkräuter, die erst jetzt so richtig loslegen wie z.B. Vogelmiere, verschiedene Distelartige und Pimpinelle. Mein Wildkräutersalate werden im Moment jedoch dominiert mit Blättern von Pflanzen, die jetzt noch gut wachsen, jedoch beim ersten Frost völlig kaputt gehen wie z.B. Kapuzienerkresse.

    Leider habe ich es noch nicht geschafft, hier ein Bild von meinem Löwenzahn, den ich schon Mitte März in unglaublicher Pracht hatte reinzustellen. So früh im Jahr ernte ich die komplette Pflanze mit einem kurzen Wurzelstück. Im Frühjahr treiben ja aus dem verbliebenen Wurzelstock neue Löwenzahnpflanzen aus.