Kein Gift in Brandenburgs Wäldern!

  • Jo, dieser Gifteinsatz per Hubschruber ist eine Katastrophe und eine riesige Schweinerei. Ich hatte dazu schon vor einigen Tagen etwas auf FB geschrieben: https://www.facebook.com/jensgallay/posts/2259067097465399

    Spätestens heute Nachmittag soll wohl über einen Eilantrag gegen den laufenden Einsatz des Insektengifts "Karate Forst flüssig" entschieden werden.


    Der lobbyhörige Agrarminister Jörg Vogelsänger in Brandenburg fragt, was man angesichts der Gefahr von Kahlfraß auf etwa 3000 Hektar machen soll und betrachtet den Hubschraubereinsatz mit Gift als letzte Alternative. Es geht ihm NICHT um die Natur (davon hat dieser Mensch eh keine Ahnung), sondern ausschließlich um kurzfristige Profitsicherung aus kalkulierten Holzerträgen seiner Forstwirtschaftskollegen.

    Der Kahlfraß ist nur das Bestreben der Natur, ihr eigenes System zu reparieren und wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ich habe seit einiger Zeit neben meinem 'Acker' auch noch etwa einen Hektar Wald mit vielen Kiefern (um die es bei der Sprühaktion vor allem geht). Seit Herbst letzten Jahres bin ich jeden Tag im Wald und beobachte dort die Tiere und vor allem natürlich die Pflanzen sehr genau. Auch bei mir sind viele Kiefern braun und sterben langsam ab. Das stört mich aber keinesfalls, im Gegenteil. Ich freue mich über jeden kleinen Ahorn, über jede Buche oder Eiche, die direkt neben den kranken Bäumen aus dem Boden schießen und keineswegs durch Kahlfraß vom Absterben bedroht sind! Das Probem vor allem in Brandenburg ist, dass 72% der Waldfläche Kiefernplantagen sind. Das kann man nicht als Wald im ursprünglichen Sinn bezeichnen. Norddeutschland, also auch Brandenburg, war im Mittelalter durch Eichen und Buchen geprägt. Der Holzbedarf im 18 Jahrhundert führte jedoch zu riesigen, flächendeckenden Abholzungen und zu einer akuten Holznot (Link). Nach dem Krieg dann war die Kiefer im Osten die 1. Wahl, um relativ schnell und preiswert an Holz zu kommen. Das naturfeindliche Ergebnis sieht man jetzt nach 75 Jahren deutlich. Und einige, in meinen Augen korrupte Politiker glauben scheinbar immer noch ernsthaft, das Plantagenwirtschaft und Pestizideinsatz aus der Luft die Lösung der Probleme darstellen, die wir überall im Land und im Rest der Welt beobachten können. Was für stumpfsinnige, kleingeistige und vor allem geldgierige Menschen müssen das sein, die unsere Zukunft und auch die ihrer Kinder so brutal mit Füßen treten?? Wir müssen alles tun, um uns gegen diese Menschen und deren Entscheidungen zu wehren.


    Das Versprühen des Insektizids Karat Forst wurde per Eilverfahren vom Amtsgericht Potsdam vor wenigen Minuten erst mal gestoppt: https://www.pnn.de/potsdam-mit…arate-forst/24327390.html

    Nachtrag: leider nur ein teilweiser Stopp für eine kleine Fläche... :(

  • Hier scheint die globale Erwärmung ein Wort mitzureden. Eigentlich sind nadelbäume Kältebäume. Durch die Erwärmung in D um bisher 2°C enden diese Bäume daher vermutlich, zu gunsten anderer warmtauglicher Sorten, die sowieso wertiger sind. Nadelbäume gelten als nicht sehr wertig, naturell energetisch betrachtet. Neue frische Sorten anzubauen wäre die beste Alternative und sich von Frostvegetation zu verabschieden. Anderswo wachsen auch keine Äpfel mehr, dafür aber Mangobäume. So wäre besser zu denken, stückweise neuaufforsten, anstatt Dinge zu retten, die so oder so sterben müssen. Es ist nicht der Schädling das Problem, sondern der zu schwache Baum, den der Schädling damit sogar berechtigt verkompostiert, denn die spüren die Energien und zerfressen oder lassen stehen.

  • Dazu kam soeben diese Meldung: Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) sieht zum Einsatz des Insektizids Karate Forst keine Alternative. Wörtlich: „Es droht der Verlust von 3000 Hektar Kiefernwald. Es droht eine ökologische Katastrophe.“ - Mir fehlen die Worte für solche dummgeilen Aussagen.


    Ich schäme mich für diesen Menschen, der keine Ehrfurcht vor dem Leben hat, dem der schnöde Mammon wichtiger ist, als alles andere um ihn herum und der außerdem vorgibt Umweltminister(!) eines Bundeslandes in Deutschland zu sein. Wo bleibt der Aufschrei der brandenburger Landesregierung? Wo bleibt das Veto des Ministerpräsidenten Woidke? Ach richtig, geht ja nicht, Woidke ist ja ebenfalls SPD und natürlich stehen Gesetze im Weg auf die auch er sich beruft und außerdem sind in knapp 2 Wochen Kommunalwahlen in Brandenburg. Da will man natürlich nicht unnötig Unruhe schüren im Wahlvolk und sagt lieber gar nichts. Dumm nur, dass die Nonne das nicht weiß...


    Genau solche Entscheidungen sind es, die unseren Planeten samt Artenvielfalt weiter zerstören. Ohne den Einsatz von Karate Forst droht dem Lobbygeschwader um Herrn Vogelsänger höchstens eine finanzielle Katastrophe! Das ist das Problem. Lobbycontrol nennt dieses System wirtschaftsdominierte Lobbykratie.


    Die Natur kann sich immer selbst reparieren. Wir müssen ihr nur Raum und Zeit dafür geben. Sie braucht uns Menschen nicht. Aber solche profanen Gedanken entsprechen natürlich nicht der professionellen Sichtweise eines brandenburgischen Ministeriums.

  • Zum Einsatz von Karate Forst Flüssig, über Auswirkungen auf Tiere und Menschen die:

    Stellungnahme einer Wissenschaftlerin

    https://www.change.org/p/kein-…tition_update&utm_term=cs <X


    Noch ein Fachmann kommt zu Wort, der berühmte Kriminalbiologe,

    https://www.change.org/p/kein-…tition_update&utm_term=cs


    Auf das Staatstheater braucht man nicht zählen, das habe ich mir mal genauer angesehen.

    Das sind nur Marionetten, an den Schnüren ziehen Andere.

    Entschuldigt aber ich kann es nicht anders ausdrücken.