Das neue Dorf, gegen Umweltvergiftung

Umweltschutz
Bild: ©berggeist007 / pixelio.de

Wie sehr unsere Umwelt und unsere Lebensmittel mittlerweile durch Chemikalien verseucht sind, dürfte jedem von uns bewusst sein. Wie das tagtäglich vollzogen wird, kann man in dem Buch 'Das Wunder von Mals' nachlesen: https://www.amazon.de/dp/3960060149

Dieses Buch zu lesen, ist äußerst empfehlenswert. Darin wird sehr gut beschrieben, wie skrupellos die Politik und die Industrie agieren, aber auch, wie teilnahms- und gedankenlos so viele Mitbürger sind, wenn man sich nicht gerade wie in Mals dagegen wehrt.


Zum gleichen Thema und vor allem wie weit es schon mit der Gefahr der Vergiftung in unserem Leben aussieht, gibt es auf YouTube einen sehr interessanten Vortrag. Dort referiert Prof. Dr. Ralf Otterpohl über den Gesamtumstand der Schädigung unserer Umwelt durch unser Verhalten bzw. unsere eigene Lebensweise. Er zeigt in diesem Interview aber auch Möglichkeiten auf, wie leicht es wäre, andere Wege zu gehen und das Gleichgewicht zwischen Natur und Gesellschaft wieder herzustellen. Prof. Otterpohl erwähnt in dem Video auch sein Buch 'Das neue Dorf', in dem er erklärt, wie man problemlos durch Minifarmen hochwertige Lebensmittel produzieren und schlechte Böden wieder aufwerten kann: https://www.amazon.de/dp/3960060130

Prof. Otterpohl stellt es sich so vor, dass ca. 30 Grundstücke von je etwa 2.500 - 3.000 m² Fläche ein Dorf bilden. Jeder hat dabei ein eigenes, ökologisch selbst bewirtschaftetes Grundstück, das vor allem der Eigenversorgung dient. Um die gegenwärtigen Zustand der Agrarindustrialisierung in der Zukunft umzukehren, plädiert Prof. Otterpohl im Video für ein radikales Umdenken. Nachfolgend eine Auswahl seiner Ideen und Forderungen:

  • Über andere Anbauformen müssen wir zu einer andere Ernährung kommen.
  • Vollständige Abschaffung der Agrochemie (nicht nur Verbot von Glyphosat)
  • Abschaffung der steuerfinanzierten Forschung im Bereich der Agrarchemie unter dem Deckmantel der Agrarwissenschaft
  • Bioanbau ist generell ein guter Weg. Trotzdem geht der Bioanbau wie er jetzt praktiziert wird bei weitem nicht weit genug.
  • Biolandwirtschaft muss sich weiterentwickeln, hin zu Permakultur und Waldgärten mit insgesamt viel mehr Pflanzenvielfalt
  • Abschaffung der 'ausgeräumten Monokulturen' in der Industrie-Biolandwirtschaft
  • Intensiver Humusaufbau durch die Nutzung organisch gebundenen Düngers
  • Wasserdampfzyklus in Ordnung bringen
  • Ernährung von Bäumen (z.B. Esskastanie und Walnuss oder auch von Blättern)
    Bäume stellen über tief gehende Wurzeln allen Lebewesen eine große Menge an Mikronährstoffen zur Verfügung.
  • Schaffung kleinräumiger Systeme mit geeigneten Lebensräumen für Insekten, Bienen, Vögel und andere Kleintiere
  • Urban Farming ausbauen (Städtiche Landwirtschaft)

Wir alle können es einfach tun. Wir brauchen dazu keine Politiker und auch keine neuen Gesetze. Was wir brauchen ist Mut. Jeder von uns kann in seinem persönlichen Umfeld etwas bewegen und so zu einer sauberen, gesünderen und grüneren Umwelt beitragen.


Hier noch das Video. Es lohnt sich reinzuhören:


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    Kommentare 3

    • gefällt mir werde ich teilen, Wissen ist Macht und der erste Schritt in die richtige Richtung
    • Lieber Jens, der Artikel ist prima so!
      LG Ingwer
      • Den hat 'Ingwer' geschrieben, steht doch oben unter der Überschrift! Ich habe nur noch etwas Salz drüber gestreut... ;)